das kann doch nicht gesund sein

Was habe ich mir nicht schon alles anhören müssen, wenn Nichtläufer ihre Meinung kundtun zu unserer favorisierten Art und Weise der Fortbewegung in der Natur :

  • ” Das kann doch nicht gesund sein
  • die ewige Rennerei
  • tagaus- tagein
  • bei Wind
  • und sogar Wetter
  • das kann doch nur den Knochen
  • den Gelenken schaden
  • und überhaupt
  • Sie sind doch sowieso schon dünn genug
  • warum machen Sie das auch ?
  • Ich kenne da einen
  • der hat sich kaputt gelaufen
  • jetzt kann er gar nicht mehr
  • übertreiben Sie es ja nicht ! “

So könnte ich noch mehr ähnlich klingender Kommentare aus der Erinnerung hervor zaubern, ist Laufen aus der Sicht mancher Unwissender beileibe nicht besonders gesund, eher schadend. Mal ganz abgesehen von den ganz langen Kanten, die selbst von Krankenkassen nicht als gesund eingestuft und naturgemäß auch nicht gefördert werden- das kann doch nicht gut sein !

Aber es gibt auch positive, anerkennende Worte, wie heute, als ich eine ältere Dame lautlos überhole, sie anspreche, um sie nicht zu erschrecken: ” Vorsicht Läuferin ” rufe ich ihr leise zu . ” Ich habe keine Angst vor Läufern, im Gegenteil, ich freue mich, wenn ich Läufer sehe, würde auch gerne, aber……”.

Alles in allem überwiegen die positiven Kommentare, auch spontane Anerkennung unterwegs von wildfremden Menschen – wie heute.

Werde ich mit negativen Kommentaren attackiert, was seltener vorkommt, reagiere ich spontan, manchmal aber auch gar nicht, kostet es mich nur ein müdes Lächeln, je nach Lust und Laune erwidere ich oder auch nicht, wir wissen, was uns gut tut !

Wie geht ihr mit Kommentaren um ?

 

es kracht im Gebälk

 

  • schön ist es nicht
  • wenn es im Gebälk kracht
  • man damit rechnen muss
  • unter herab fliegenden Ästen begraben zu werden
  • mein Ausflug  ans Meer
  • durch den tiefen, dunklen Wald
  • durchs geheimnisvolle Moor
  • ist gespickt voller unbekannter
  • nicht gerade Freude erregender
  • undefinierbarer Geräusche
  • es ist wieder einmal der kräftige Sturm
  • eisig
  • der schon seit Tagen über unseren Landstrich fegt
  • der mir den Atem raubt
  • meinen Puls in die Höhe schlagen lässt
  • mir die Balance raubt
  • mir den Atem nimmt
  • es kracht in allen Ecken
  • in schier undefinierbarer Weise
  • mal laut
  • mal leise
  • hört sich zuweilen an wie das Kreischen eines gequälten Tieres
  • Äste liegen auf den Wegen
  • nicht selten blicke ich respektvoll in die Wipfel der Bäume
  • deren Äste zahlreich meine Wege blockieren
  • bitte nicht jetzt
  • lege Tempo zu
  • um nicht Opfer eines herabfallenden Astes zu werden
  • erneut habe ich genug zu tun
  • um gegen den Wind anzukommen
  • haut es mir fast die Füße weg
  • nur in diesen Stunden wünsche ich mir
  • ein paar Kilo mehr auf den Rippen haben
  • aber dann
  • wie immer in diesen besonders stürmischen Tagen
  • die Belohnung

sturm2

  • Flug nach Hause
  • lege mich voll in den Wind hinein
  • ein absolut geniales Gefühl
  • nichts zu tun
  • und doch schnell vorwärts zu kommen
  • in unserer Region jedenfalls
  • nix mit Winter ade

Motivation

  • schön
  • wenn man jemanden in der Nähe weiß
  • der Motivation versprüht
  • überzeugend wirkt
  • der glänzende Augen bekommt
  • so er vom Laufen spricht
  • noch schöner
  • wenn man man so einen Menschen
  • besonders in den Anfängen
  • an seiner Seite weiß
  • der Neulingen begeisternd vor Augen führt
  • wie gut Laufen tut
  • auch wenn es zunächst nicht danach aussieht
  • schön auch
  • wenn man nach vielen Jahren
  • dankbar zurückblicken kann
  • was mir mein Laufvater damals vermittelte
  • mich zu der Läuferin machte

jakobundich

  • die ich heute bin
  • mir immer wieder auf die Beine half
  • wenn ich es brauchte
  • mich fest in seinen Zügeln hielt
  • noch schöner
  • wenn ich
  • wie er es getan hat
  • mit Freude und der gleichen Leidenschaft
  • die vielen Vorteile des Laufens weitergeben und erleben kann
  • schön zu erleben
  • wie begeisterte Läufer aus anfänglich willigen Nichtläufern werden
  • genau wie ich
  • denn

nur wer selbst brennt

kann andere entzünden

Aurelius Augustinus

 

 

 

so war es

Ich war einmal eine Läuferin, deren sportliches Leben bis zum Mai im des Jahres 2015 komplett in Ordnung war, bis zu dem Tag, als das eintraf, woran ich nie im Traum nur gedacht hätte, eine langwierige, teilweise sehr schmerzhafte, völlig unerwartete Geschichte. War ich bis dato verschont geblieben von operativen Eingriffen jeglicher Art, traf es mich aus heiterem Himmel – von jetzt auf nachher, wusste zum Glück nicht, was mich erwartet.

Dann ging alles schnell – Arzttermin Donnerstag – MRT am selben Tag – erneuter Arzttermin am Freitag, Diagnose: Riss im Meniskus, Operationstermin gleich nach dem Wochenende am Dienstag Morgen um 7.00 Uhr. meniskus

Eine halbe Stunde dauert der Eingriff, im Aufwachraum komme ich zu mir, mein linkes Bein ist doppelt so dick, unter Verbänden verschwunden (man wird im übrigen vernünftigerweise unmittelbar vor der OP noch einmal danach gefragt, welches Bein zu Schaden gekommen ist !).

Alles war gut verlaufen, bin ein wenig benommen, spüre (noch) nichts. Mein lädiertes  Bein nicht mehr als das erkennbar, was es einmal war, wie eine Mumie liegt es unter mir, daran eine Drainage mit durchsichtigem Beutel, die eventuell austretende Absonderungen auffangen soll. Man reicht mir mit einem Löffel mit einer undefinierbaren Flüssigkeit, das Schmerzen entgegenwirken soll.

Nach drei Stunden darf ich endlich nach Hause. Steif wie ein Brett versuche ich mit Hilfe endlich dem Krankenhausbett zu entkommen, erste Schmerzen kündigen sich an. Auch das Anziehen gestaltet sich naturgemäß sehr schwer. Das Auto steht direkt vor der Tür, aber wie soll ich einsteigen, ist das lädierte Bein weder in die eine noch in die andere Richtung zu beugen ? Mit viel Kraftaufwand  hieve ich mich auf den Fahrersitz, um dann irgendwann nach langem Manövrieren das Bein dorthin zu platzieren, worüber ich mir nie in meinem Vorleben Gedanken machen musste. Das Leben  ändert sich von heute auf morgen. Noch vor einigen Tagen topfit – heute hilfsbedürftig.

Zu Hause Treppensteigen, eine neue Herausforderung mit Krücken, deren Hilfe ich noch nie beansprucht habe, esistvollbracht3immer nur bei anderen erleben musste. Das nächste Problem: wie komme ich in mein Bett  ? Erneutes schmerzhaftes Manövrieren, bis ich geschafft und müde sowie in den Federn versinke – nur auf dem Rücken – versteht sich ! Die kommende Nacht bringt das, was ich erwartet habe: Schmerzen, ich weiß nicht, wie ich liegen soll, bin wach, kann nicht schlafen, nehme Tabletten, das Bein schmerzt schlimmer denn je.

Am nächsten Tag erneute Qual ins Auto – Arztbesuch, Drainage entfernen, Verband erneuern – Schmerzen. Schmerzen auch die Tage danach – und nicht von schlechten Eltern. Nachts kann ich nur vom Schlafen träumen, kann nur auf dem Rücken liegen, Qualen.

Schon am dritten Tag wird mir die Bewegungsschiene angeliefert. allesersatz3Von nun an wird mein Bein täglich zweimal bewegt.

Irgendwann darf ich mich der Krücken entledigen, der erste Fortschritt, ich versuche zu gehen, ein paar Schritte auch vor dem Haus – ein Fest – freundliche Nachbarn erkundigen sich nach meinem Wohlbefinden. Die Läuferin ohne Laufen – ein Unding !

Es folgen Physiotherapie bis zum Abwinken, Übungen zu Hause, Hoffnungsschimmer, weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit. Monate vergehen, bis ich nach vielen Fehlversuchen endlich Fahrrad fahren kann, was mir bis dato schmerzhaft versagt geblieben war.

Dann der Zeitpunkt, an dem ich glaubte, nie wieder laufen zu können, mein Optimismus bleibt ungetrübt, das Gehen wird besser, die allgemeine Beweglichkeit nimmt zu, die gute Laune ebenso, ein Hoffnungsschimmer !

Nach fünf Monaten der Tag der Tage: mein erster zaghafter Laufversuch, höre in mich hinein, um ja nichts falsch zu machen, bin vorsichtig, kann es kaum fassen, die Hoffnung wächst, ich werde nicht enttäuscht.

Acht Monate sind seitdem vergangen, meine alte Form ist in diesen zu 100 % zurück, der Puls ist stabil, ruhig, wie in vergangenen Zeiten, längst vergessene Kilometeranzahl und Schnelligkeit werden wieder erreicht.

Niemals habe ich mit so einer langen Auszeit gerechnet, Verletzungen dieser Art kannte ich bis dato nur von anderen, jetzt war ich dran, und zwar gründlich zum Mitreden !

Und die Moral von der Geschichte :

  • es kann jeden treffen
  • unverhofft
  • ohne große Vorankündigung
  • es ist zu ertragen
  • auch wenn es langwierig
  • und schmerzhaft ist
  • aber es ist
  • wie in meinem Fall absehbar
  • dass man irgendwann wieder dorthin kommt
  • wo man einmal war
  • das Ziel ist erreicht

Heute ein ganz besonderer Lauf mit Uwe, schon im vergangenen Jahr um die gleiche Zeit liefen wir gemeinsam zu meinem Lieblingsplatz, sowares2heute die Wiederholung, immer wieder schön, gleichgesinnte, nette Menschen zu meinen schönsten Plätzen begleiten zu können, vor einem Jahr nicht wissend, was auf mich zukommen wird, jetzt alles überstanden, schön, wenn man davon  berichten kann ! Dazu starken Wind, Sonne, blauen Himmel, den wir natürlich extra für Uwe bestellt haben, jetzt zu Hause Schneeregen, schaurig nass, drinnen mollig warm :

  • perfekt
  • das Leben ist laufenswert
  • sag’ ich doch

das fällt auf

  • Läufer fallen auf
  • weibliche sowieso
  • sind immer noch ein bisschen exotisch
  • für Nichtläufer
  • zumindest in kleinen Gemeinden
  • in Dörfern
  • auf dem Land
  • anders
  • wenn man in Hamburg die Alsterrunde
  • oder in Frankfurt am Main oder im Stadtwald
  • oder in Köln am Rhein entlang seine Runden dreht
  • wo Läufer zum Stadtbild gehören
  • in einem kleinen Ort aber
  • der besonders in dieser Jahreszeit
  • wie ausgestorben ist
  • nur die Einwohner und ein paar Rekonvaleszenten
  • Mütter mit Kind in Erholung
  • bilden die Ausnahme
  • wenn ich dann
  • bekannt wie ein bunter Hund
  • mit einem neuen Kleidungsstück
  • was dankenswerterweise auch von vielen meiner Leser
  • als neues, schönes Outfit anerkannt und dokumentiert wurde
  • meine fast täglichen Runden drehe
  • erlebe ich überraschenderweise ebenfalls vielfach erfrischende, nett gemeinte Kommentare
  • das neue Outfit kommt gut an
  • wer hätte das gedacht
  • es fällt auf
  • und wer freut sich nicht über Komplimente ?

Läufer (leiden)

  • Fuß- und oder Nagelprobleme vor meiner Laufkarriere:
  • Fehlanzeige
  • die Nägel wachsen
  • werden von Zeit zu Zeit in Form gebracht
  • gepflegt
  • eingecremt
  • auch mal farbig gestaltet
  •  fertig
  • allzeit vorzeigbar
  • ganz anders
  • wenn du Läuferin bist
  • unbekannte
  • völlig unerwartete Welten tun sich auf
  • insbesondere nach sehr langen Läufen
  • genieße den jungfräulichen Anblick deiner gepflegten
  • hübsch anzusehenden Füße
  • bevor du sie in eine neue Phase ihres Leben versetzt
  • in der sie binnen kürzester Zeit
  • zu hässlichen, aufgeweichten, unansehnlichen Monstern mutieren können
  • deine schönen
  • bis dato unbeschädigten, weißen Nägel
  • verfärben sich in alle erdenklichen Variationen
  • vom hässlichen Gelb zum dunkelblauen Grün
  • umrahmt von unansehnlichen Hautfetzen geplatzter Blasen
  • gesunde Nägel sterben vor deinen erschütternden Augen
  • kein Leben mehr in ihnen
  • Zeit
  • sie zu entfernen
  • dann kommt der Tag der Wahrheit:
  • du hast die Wahl
  • gehst zum Arzt
  • lässt dir die abgestorbenen Zehennägel vom Fachmann entfernen
  • oder
  • du tust es selbst
  • ich tat es
  • tue es immer wieder
  • löse sie nach und nach heldenhaft aus ihrem Nagelbett
  • ziemlich schmerzhaft
  • wenn sie nur noch an einem Hautzipfel hängen
  • hässlich
  • wenn sich neue Haut darunter
  • in zartem Rosa nackt
  • wie ein aus dem Ei geschlüpfter Jungvogel zeigt
  • langes
  • sehr langes Warten auf neue Nägel
  • Hoffnung auf künftige Verschonung
  • Läuferleiden
  • wenn man lange nicht mehr lang gelaufen ist
  • erholen sich die Füße
  • die Nägel auch
  • aus Erfahrung wird man klug
  • heißt es
  • manchmal
  • manchmal auch nicht
  • eure Erfahrungen ?

für Augenblicke wie diese

  • es lohnt sich
  • sag’ ich doch
  • wiederhole mich bewusst
  • es lohnt sich
  • für Augenblicke wie diese
  • Ausdauer zu beweisen
  • es lohnt sich für Augenblicke wie diese
  • geduldig zu sein
  • es lohnt sich ein Leben lang zu laufen
  • am Ball zu bleiben
  • Tiefen zu überstehen
  • erst vor nicht so langer Zeit fühlte ich einen Hauch dessen
  • was mich heute unerwartet
  • wie immer völlig überraschend
  • wenn man zur Belohnung an Tagen wie heute
  • nach langer Auszeit
  • Flow in vollendeter Art erleben darf
  • Wünsche werden wahr
  • Glücksgefühle
  • Gelöstheit
  • Entspannung
  • einen Fuß vor den anderen zu setzen ohne Anstrengung
  • es läuft
  • einfach so
  • und noch besser
  • Entspannung beim Laufen
  • Hochgefühl
  • totales Abschalten von der ganzen Welt
  • Schweben
  • Leichtigkeit pur
  • ohne das Gefühl zu haben
  • etwas dafür zu tun
  • eine Form von bewegt
  • gelaufen zu werden
  • Glücksgefühle
  • vielleicht auch vergleichbar mit dem
  • was ich tief empfinde
  • wenn ich nach einem extrem langen Lauf das Ziel überschreite
  • kaum zu beschreiben
  • Flow
  • auf den ich so lange in dieser Form gewartet habe
  • wie erlebt ihr Flow ?

 

Vorsicht

Gebranntes Kind scheut bekanntlich das Feuer.

Was das für  uns Läufer bedeutet, erfährt leider fast jeder einmal in seinem sportlichen Leben, auch ich, die jahrzehntelang ohne massive Beschwerden, ohne ernsthafte Verletzungen davon gekommen war, darauf hoffte, es würde sich ein Leben lang fortsetzen.

Irrtum, wie ich zu berichten weiß.

Fünf Monate Aussetzen genügt, tue alles dafür, dass der jetzige, wiedergewonnene, erstrebenswerte Zustand erhalten bleibt, dass ich wieder beschwerdefrei laufen kann, nicht mehr außer Gefecht gesetzt werde.vorsicht1 Naturgemäß verhalte ich mich entsprechend vorsichtig, vielleicht in diesen Tagen übertrieben vorsichtig, um nicht erneut das Dasein einer Schmerz geplagten, verletzten Läuferin durch Fahrlässigkeit erleben zu müssen.

Heute wieder bei Nebel und Nässe mit meinen Newtons unterwegs, die Wege sind frei, ab und an Eisreste, die man aber – so man konzentriert unterwegs ist – rechtzeitig ausmachen, ihnen ausweichen kann, riskiere keinen unbedachten Schritt – immer den Gedanken im Hinterkopf, dass nur ein einziger falscher Schritt über meine läuferische Zukunft negativ entscheiden könnte.

So ziehe ich konzentriert und zufrieden meine Bahnen, nicht ohne unangenehme Erinnerungen an meine fünfmonatige Auszeit im letzten Jahr ständig präsent zu haben. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis ich gänzlich befreit, aber sicherlich nicht weniger konzentriert unterwegs sein kann.

  • Kennt ihr das
  • wie erging es euch nach überstandenen Verletzungen ?

uns Läufer fragt ja keiner

schon gar nicht beim Wetter, hier geht der Wetter-Wechsel von eisig nach mild so schnell vonstatten, dass man kaum mithalten kann, ohne größere Schäden davon zu tragen, immer vorausgesetzt, man weiß sich entsprechend anzuziehen.

Hat man sich erst  mühsam an die eisigen Temperaturen, den sibirischen Wind, das Glatteis, den Schnee, die vielen Klamotten gewöhnt (gestern hat es noch einmal kräftig geschneit !), wird das Winterprogramm über Nacht komplett umgestellt. Das hält kein Mensch aus, schon gar nicht Läufer.

Oder doch ?

Zweistellig Minusgrade, dicke Schichten über der empfindsamen Läuferhaut, warme Mützen, gefütterte Handschuhe, lange Unterwäsche, Thermohosen, Halswärmer haben heute ausgedient, daran muss ich erst mal wieder gewöhnen. Stehe wieder einmal – wie so oft in diesem Winter – ratlos vor meinem Kleiderschrank. Was ziehe ich an, will nicht schwitzen, auch nicht frieren. + 3 Grad zeigt das Thermometer, der Schnee von gestern schmilzt vor sich hin, Nebel breitet sich aus, Gründe genug, einfach mal zu Hause zu bleiben, die Füße hochzulegen, Laufen Laufen sein zu lassen. Aber ich wäre nicht ich, verdränge diese temporär störenden Gedankengänge, wähle nach Gutdünken die Kleidung, die mich heute problemlos über die Piste begleiten soll.

Alles richtig gemacht, die Straßen sind nass, Schneereste erinnern an vergangene Tage, Traum-Winter ade, die Luft fühlt sich relativ mild an, ist feucht, unangenehm, nass.

  • Hätte ich vielleicht doch zu Hause bleiben sollen ?
  • Nein
  • im Gegenteil
  • es ist wie immer :
  • GUT DASS ICH GELAUFEN BIN

Unsläuferfragtjakeiner

  • unter uns:
  • heute weiß ich wieder
  • was schwitzen bedeutet
  • alles gut
  • mit uns Läufern kann man es ja machen

zum Schwitzen zu kalt

  • wir kennen es alle
  • wenn der Schweiß läuft
  • im Gesicht
  • im Nacken
  • den Rücken hinunter
  • die Hände sind nass
  • die Klamotten sind feucht
  • doch manchmal geht es auch gänzlich ohne
  • wie heute
  • -8,6 Grad zeigt das Thermometer
  • Raureif
  • eisig kalt
  • die Sonne erwärmt zum Glück die Erde
  • und mich
  • ein Traumtag an der See
  • blauer Himmel
  • vereiste Buhnen
  • Schnee am Strand
  • festgefrorener Sand
  • meine Woche
  • sagte ich schon
  • es läuft verdammt gut
  • in schier vergessener Geschwindigkeit
  • schnell für meine Verhältnisse
  • schnell wie schon ewig nicht mehr
  • mal ganz abgesehen von der Video-Aufnahme-Pause
  • hoch erfreut
  • immer geradeaus
  • dem blauen Himmel entgegen
  • es läuft mich
  • perfekt angezogen
  • die Luft könnte klarer, reiner nicht sein
  • ich am Strand
  • ganz allein
  • irgendwann enden auch die schönsten Läufe
  • Ausziehprozedur
  • kein Schweiß
  • keine Feuchtigkeit
  • kein Schwitzen
  • kennt ihr das ?

Eine Portion Lebensfreude

  • heißt das Schlagwort dieser Woche
  • abzuholen in diesen Tagen
  • Ist es der glitzernde Schnee
  • der die Seelandschaft traumhaft verzaubert
  • ist es die eisige Luft
  • die mich jede einzelne Faser meines Körpers spüren lässt
  • ist es die seit Tagen scheinende Sonne
  • ist es der blaue Himmel
  • ist es der knirschende Schnee unter meinen Füßen ?
  • Was immer es auch sein mag
  • eine gute Phase

lebensfreude

  • kannnichtgenugdavonhaben

Stellen Sie sich eine Medizin vor, die so mächtig ist, dass sie die Gehirnchemie verändern kann, so vielseitig, dass sie eine ganze Reihe von psychischen Problemen verhindert oder lindern kann, so sicher, dass sie fast ohne Nebenwirkungen ist, wenn sie maßvoll genommen wird – und so billig, dass sie sich jeder leisten kann. Diese Wunderdroge ist körperliche Aktivität.

Robert Hales

  • wieder ein Paket Lebensfreude abgeholt
  • relativ mild -2 Grad
  • mit kühlem, aber sanftem Wind
  • strahlender Sonnenschein auf knirschendem, glitzerndem Schnee
  • habt ihr euch eure Portion schon abgeholt ?

Startverzögerung

  • so einfach wie im Sommer ist es nicht
  • schnell an den Schrank
  • ein, zwei, drei alles beisammen
  • Unterwäsche
  • Oberteil
  • Unterteil
  • Socken
  • ganz anders in diesen eisigen Zeiten
  • ein morgendlicher Start unter derzeitigen sibirischen Bedingungen
  • verzögert sich
  • je tiefer das Thermometer sinkt
  • je stärker der eisige Ostwind weht
  • umso länger der Vorbereitungsprozess
  • was ziehe ich an
  • frieren will ich nicht
  • schwitzen auch nicht
  • was sagt das Thermometer
  • wo kommt der Wind her
  • mit welcher Stärke muss ich rechnen ?
  • Es dauert
  • dazu noch den bewährten Halswärmer
  • ohne den geht gar nichts
  • meine empfindlichste Stelle
  • sehr gut wärmende, dicke Handschuhe
  • Reißverschlüsse alle dicht
  • bis es dann endlich tadellos verpackt losgehen kann
  • auch wenn es Zeit und Geduld kostet
  • genau wie später beim Ablegen des halben Kleiderschrankes
  • ES LOHNT SICH IMMER
  • wissen wir doch
  • alleine für diesen wunderschönen Anblick
  • das Meer präsentiert sich jeden Tag anders
  • anders schön
  • bei -6,5 Grad
  • eisigem Wind
  • in gemächlichem Tempo
  • mit einem Hauch von Flow
  • ES LOHNT SICH
  • sag’ ich doch
  • auch wenn alles ein wenig länger dauert
  • und ein wenig beschwerlicher ist

nicht ohne meine Icebugs

  • Sonntagmorgen
  • Tief Gudrun lässt es kräftig schneien
  • Blick aus dem Fenster
  • Schnee
  • frisch gefallener Schnee
  • ziemlich üppig
  • wunderbare Stille
  • da lacht des Läufers Herz
  • er schluckt jedes Geräusch
  • lange warten kann ich nicht
  • schnell noch des Bürgers Pflicht
  • aufwärmen: Schnee schippen
  • im letzten Jahr durften sie nicht
  • mangels Schnee und Eis
  • jetzt kommt ihre Zeit
  • ICEBUG TIME
  • verbringen sie ihIcebugr Dasein hauptsächlich im verschlossenen Karton
  • ist es ihnen heute vergönnt
  • mich heil über Schnee und Eis zu tragen
  • ” Vorsicht “
  • ermahnen mich freundliche Mitmenschen
  • nicht mit mir
  • Icebugs tragen mich sicher über jede Schnee- und Eisfläche
  • wahrliche eine gute Anschaffung fürs Leben
  • die sich in diesen Tagen meisterlich bewährt
  • mich furchtlos auch über die gefährlich glatte Eisfläche tragen
  • auch heute ein wunderschöner Tag
  • das Meer hat zugelegt
  • empfängt mich donnernd
  • der Wind meldet sich erfrischend zurück
  • immer wieder fällt frischer Schnee
  • nachmittags bringt Sonne den Schnee zum Glitzern
  • das ist Winter
  • so mag ich dich
  • auch wenn Laufen anstrengender ist

unheimlich

  • und nicht enden wollend
  • die Meeres-Stille

Meeresstille

Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Fläche ringsumher.

Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der ungeheuern Weite
Reget keine Welle sich.

Johann Wolfgang von Goethe

  • einsam durch den Wald

unheimlich1

  • einsam am Meer
  • unheimlich
  • Möwen begleiten mich
  • kleine, kurzbeinige
  • die mich neugierig mustern
  • keinen Zentimeter von der Stelle weichen
  • Krähen kreischen

unheimlich3

  • es schneit
  • ganz sanft
  • der Boden unter meinen Füßen knirscht
  • unheimlich
  • unterwegs wärmendes Feuer
  • unheimlich warm

unheimlich4

  • ich laufe auf die Seebrücke
  • auch das Meer gibt keinen einzigen Ton von sich
  • keine Wellen
  • nichts
  • unheimlich !
  • Ende der Seebrücke
  • ich bleibe ich stehen

unheimlich5

  • genieße die Ruhe
  • die Weite
  • das Meer
  • hier und da ein paar schnatternde Enten
  • die pärchenweise sachte übers Meer gleiten
  • unheimlich
  • unheimlich schön !
  • Keine Menschen
  • ein Urlaubsort im Winterschlaf
  • unheimlich
  • unheimlich schön !

Alter schützt vor fit sein nicht

  • großartige, einzigartige Leistung einer 64-Jährigen
  • der es nach mehreren Versuchen gelang
  • 166 km von Kuba nach Florida zu schwimmen
  • ohne Schutz vor Haien
  • ” gib niemals auf, du kannst viel mehr, als du denkst “
  • ihre Devise
  • und auch meine
  • Ansporn und Vorbild
  • für alle
  • die Jüngeren
  • und auch die Älteren unter uns
  • am Ball zu bleiben
  • durchzuhalten
  • nicht zu bequem zu werden
  • sich zu bewegen
  • auch mal über das normale Maß hinaus
  • was ist schon normal ?
  • Dinge zu tun
  • DIE MAN IN DIESEM ALTER NICHT MACHT
  • jugendlich
  • fit
  • beweglich
  • und damit ausgeglichen
  • zufrieden zu sein
  • und zu bleiben
  • auch ich gehe diesen Weg

copy-niklas71.jpg

  • allerdings nicht  im
  • sondern am Wasser

was bin ich ?

  • bin keine Hitzeläuferin
  • überhaupt nicht
  • auch keine Kälteläuferin
  • was mir in diesen Tagen besonders bewusst wird
  • noch schlimmer:
  • Kälte und Nässe
  • dazu schwierige Straßenverhältnisse
  • Glätte
  • wie heute
  • zu wenig Eis auf den Straßen
  • um die Icebugs aus der Versenkung zu holen
  • zu viel Eis
  • um nicht ohne besondere Aufmerksamkeit einen Fuß vor den anderen zu setzen
  • läufst du dann trotzdem
  • wenn gerade zum Zeitpunkt des Starts
  • Frau Holle ihre Betten ausschüttet
  • zugegeben etwas wässrig
  • dafür um so kräftiger  ?
  • Logisch
  • auch wenn ich es mir gemütlicher vorgestellt hätte
  • die ersten Schritte dienen zu Testzwecken
  • wie glatt ist es
  • vielleicht doch zurück
  • Icebugs anziehen
  • rutscht man oder doch nicht?
  • Wer nicht wagt
  • der nicht…………..
  • weiß ich doch
  • ich wage
  • und gewinne
  • gewinne einen traumhaften Blick auf den verschneiten Ostseestrand

wasbinich1

  • gewinne eine leere Piste
  • wie man sie selten vorfindet
  • nicht eine Menschenseele verirrt sich hinaus

wasbinich2

  • alleine wegen der klaren Luft
  • lohnt es sich
  • sag’ ich doch
  • mit roten Bäckchen
  • nassen Füßen
  • bester Laune kann der Tag weitergehen
  • wer nicht wagt
  • der nicht gewinnt
  • sag’ ich doch !
  • Zögert ihr manchmal bei fiesen Witterungsbedingungen
  • oder wollt ihr es wissen ?

auf den spuren

des Koberstädter Marathons.

Sehr lang  ist es her – solange, dass ich keine Urkunde, geschweige denn eine Medaille dieses legendären Marathonlaufes mehr habe, der seit vielen Jahren traditionell im Koberstädter Wald jährlich Ende August durchgeführt wird. Ein absolut empfehlenswerter 42,195 km Lauf durch ein schönes Waldgebiet an der Peripherie Frankfurts mit Start in Egelsbach (Halbmarathon inbegriffen !).

Damals steckte ich in den Anfängen meiner langen Laufkarriere, es gab keine elektronische Zeitnahme, unermüdliche Helfer übernahmen im Zielbereich die Aufgabe, die Ankunft jedes einzelnen Läufers per Hand gestoppt zu manifestieren. Der Start – früher mitten im Wald – nahe einer Autobahnbrücke findet heute, wie ich mich via Internet informiere, direkt in Egelsbach, einem hessischen, kleinen Ort mit ca. 11.000 Einwohnern, statt.

Rein zufällig lande ich dort, wo ich vor ca . 30 Jahren eines meiner ersten Marathon-Abenteuer bestand. Mittlerweile sind die Wege vorbildlich ausgeschildert für Radfahrer, Läufer, Wanderer, der Untergrund optimal, mit Erhöhungen, die ungewohnterweise meinen Puls ein wenig höher schlagen lassen.

In memoriam laufe ich bkoberstädtermarathon2ei milden Temperaturen und Sonnenschein einen Teil dieser legendären Strecke, erinnere mich sehr gerne an vergangene Zeiten, lieb gewonnene Freunde fürs Leben, damals an meiner Seite, Erinnerungen tanzen durch meinen Kopf – wo ist die Zeit geblieben ?

Heimatgefühle, die Sprache, der Menschenschlag – Schönes aus meiner läuferischen und privaten Vergangenheit, bevor es mich dann in den Norden getrieben hat.

Station in Frankfurt, das sich auch in den vielen vergangenen Jahren stark zu seinem Vorteil entwickelt hat, Erinnerungen an zwei Marathon-Läufe in den vergangenen Jahren mit dem spektakulärsten Zieleinlauf, den es für mich je gab !

Vorbei an der hessischen Schweiz, in der Rheinhessenläufer regelmäßig seine Spuren hinterlässt, leider keine Zeit und Gelegenheit, gemeinsam vor Ort eine Runde zu drehen. Bei der Weiterfahrt über Kassel, die Kasseler Berge in Gedanken (ich hoffe, du hast es gespürt ) ein ganz besonders lieben Gruß an Gnü aus Zü, leider auch nur im Vorüberfahren, auch der legendäre Edersee zeigt sich – auch nur beim Vorbeifahren – von seiner besten Seite.

  • Gestartet im Norden bei minus 12 Grad
  • gelandet im Südwesten bei milden 6 °+
  • zurück gelandet bei Glatteis
  • der Körper schlägt Purzelbäume
  • rächt sich mit Schlafstörungen
  • Heimatgefühle wiegen alles auf
  • schöne Erinnerungen tun ihr Übriges
  • Marathon-Strecken
  • die ich fast vergessen hätte
  • neu aufgelegt
  • immer wieder schön
  • sich dort aufzuhalten
  • wo man ein Teil seines Lebens gerne verbracht hat
  • weniger schöne Mitbringsel habe ich auch im Koffer
  • eine unangenehme Bindehautentzündung verwehrt mir den sonst stets klaren Blick
  • hat noch jemand dort seine Spuren hinterlassen ?

Ruf zum Sport

Ruf zum Sport

Auf ihr steifen und verdorrten
Leute aus Büros,
Reißt euch mal zum Wintersporten
Von den Öfen los.

Bleiches Volk an Wirtshaustischen,
Stellt die Gläser fort.
Widme dich dem freien, frischen,
Frohen Wintersport.

Denn er führt ins lodenfreie
Gletscherfexlertum
Und bedeckt uns nach der Reihe
All mit Schnee und Ruhm.

 

Doch nicht nur der Sport im Winter,
Jeder Sport ist plus,
Und mit etwas Geist dahinter
Wird er zum Genuß.

Sport macht Schwache selbstbewußter,
Dicke dünn, und macht
Dünne hinterher robuster,
Gleichsam über Nacht.

Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
Kürzt die öde Zeit,
Und er schützt uns durch Vereine
Vor der Einsamkeit,

Nimmt den Lungen die verbrauchte
Luft, gibt Appetit;
Was uns wieder ins verrauchte
Treue Wirtshaus zieht.

Wo man dann die sporttrainierten
Muskeln trotzig hebt
Und fortan in illustrierten
Blättern weiterlebt.

Joachim Ringelnatz

  • heute ist die Welt wieder in Ordnung
  • temporäre Schwächen von gestern
  • im Meer versunken
  • sag’ ich doch
  • -12,3 Grad
  • Sonne
  • Sauerstoff pur
  • Laufen Leben

wer kennt das auch ?

  • ich bin platt
  • oder anders ausgedrückt:
  • rien ne va plus
  • oder anders gesagt
  • ich habe fertig
  • nichts geht mehr
  • schon lange nicht mehr gehabt
  • aber immer wieder möglich
  • Tage
  • an denen gar nichts geht

kenntihrdas2

  • an denen du an dir zweifelst
  • an denen der Puls verrückt spielt
  • an denen die Beine nicht mehr wollen wie du
  • an denen selbst der Kopf die Flinte ins Korn wirft
  • an denen du kraft- und saftlos durch die Gegend torkelst
  • an denen du dich wie 100 fühlst
  • krank
  • alt
  • gebrechlich
  • so einen habe ich heute
  • gratis
  • ohne Vorankündigung
  • ohne ersichtlichen Grund
  • geht einfach nicht
  • und wenn ich es nicht genau wüsste
  • dass morgen wieder alles anders sein kann
  • würde ich in tiefste Depressionen verfallen
  • nein
  • ich frage nicht nach dem Warum
  • und hoffe auf morgen
  • ist es die Kälte ?
  • Heute am Morgen -11,5 Grad
  • nachmittags – 5
  • auch der Wind nimmt sich mit seinen körperlichen Attacken zurück
  • dafür Sonne pur
  • der Norden friert
  • sag’ ich doch

zugebissen

hat der Wind – und wie – genau dort, wo die Haut am empfindlichsten ist – im Gesicht, es ist verdammt unangenehm, bei jeder bissigen  Attacke würde ich am liebsten den Heimweg einschlagen, aber das tue ich nicht, wäre ich nicht ich .

Reizwetter – es zieht uns Läufer hinaus, man kann die Beine nicht still lassen, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit bedeutet, aber  – wie ich schon sagte – leicht kann jeder – es ist der Reiz des Ungewohnten, der Reiz, es sich selbst zu beweisen, der mich heute erneut die Laufschuhe schnüren lässt.  Gelernt aus meinem gestrigen Ausflug versuche ich undichte Löcher in der Kleidung zu stopfen, mit Erfolg !

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Ulrich beschreibt es in einem Kommentar zu meinem letzten Post wie folgt ?

” Hallo liebe Margitta, diejenigen, die diese Kälte hier nicht wirklich selber erleben, werden nicht annähernd verstehen, wovon du redest. Ich bin gestern drei Stunden gelaufen und hatte nachher Probleme, meine Beine noch richtig durch zubewegen. Der Wind ist hier momentan einfach mörderisch….bin ja auch nicht zimperlich aber heute habe ich pausiert. “

Es ist schwierig, in Worte zu fassen, was uns Läufern derzeit an der eisigen Ostsee widerfährt. Natürlich könnten wir auch zu Hause hinter dem Ofen bleiben, wie die meisten, die Füße ausstrecken, Wetter, Wetter sein lassen, aber der Reiz des komplett Neuen in diesem jungfräulichen Jahr, des anderen,  zieht uns wieder hinaus, obgleich wir genau wissen, was uns erwartet, wohl  auch gerade deswegen.

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Auch heute kein reines Zuckerschlecken, wenn man – so schön und einsam es auch am Strand ist – gegen den eisigen Wind laufen MUSS. Es beißt, es brennt, ein unangenehmes Stechen im Gesicht, es dauert, bis die Füße warm werden, irgendwann sind sie wieder kalt. Das gleiche Spiel mit den Händen, zunächst sind sie mollig warm, holt man sie zum Fotografieren blitzschnell aus den Handschuhen heraus, um sie dann ebenso schnell wieder in ihnen verschwinden zu lassen, erhält man postwendend die Quittung: es dauert, bis sie wieder warm werden, wenn überhaupt.

Sahnehäubchen Belohnung fürs Auge
Sahnehäubchen Belohnung fürs Auge
  • ABER SCHÖN IST ES DOCH
  • MAN MUSS ES ERLEBT HABEN
  • Herausforderung
  • mit Belohnung
  • Belohnung fürs Auge
  • Belohnung für die Seele